Für Ärztinnen, Ärzte und Therapeuten

Ihr Patient nutzt SchmerzTrack

Sie haben einen Schmerzbericht als PDF erhalten. Hier erfahren Sie in wenigen Minuten, was darin steht, wie die Angaben entstanden sind und worauf Sie beim Lesen achten sollten.

Was der Bericht enthält

Der Bericht fasst die Einträge eines gewählten Zeitraums zusammen, von einer Woche bis zu einem Jahr. Welche Abschnitte er enthält, legt Ihr Patient beim Erstellen fest; Abschnitte ohne auswertbare Daten entfallen.

Zusammenfassung

Immer auf Seite 1: dokumentierte Tage, Zahl der Einträge, Ø Intensität, schmerzfreie Tage, Spanne und längste Serie, dazu die Entwicklung innerhalb des Zeitraums. Ab zwei Schmerzen folgt eine Tabelle je Schmerz.

Diagramme

Verlauf der Intensität über den gewählten Zeitraum, jeder Schmerz in eigener Farbe.

Medikamente

Medikationsliste mit Dosis, Form, Rhythmus und Zeitraum, das Einnahmeprotokoll und, sofern auswertbar, der mittlere Intensitätsverlauf nach der Einnahme eines Dauermedikaments.

Ereignisse

Vom Patienten gesetzte Marker wie Medikamentenwechsel, Therapiebeginn oder Operation, jeweils mit Vorher/Nachher-Vergleich der Intensität.

Auffälligkeiten

Umstände, Schmerzarten oder Wochentage, an denen die Intensität deutlich höher lag, als kurze Sätze. Es handelt sich um Zusammenhänge, nicht um Ursachen.

Körperkarte

Vorder- und Rückseite nach Häufigkeit eingefärbt, darunter die fünf häufigsten Stellen mit Anteil und Ø Intensität.

Einträge

Vollständige Tabelle aller Einträge mit Datum, Uhrzeit, Intensität, Tags und Notizen.

Auf Wunsch des Patienten zusätzlich: Wochentrend, Monatsberichte, Meilensteine und eine Aktivitätsübersicht mit einem Feld je Tag.

So lesen Sie den Bericht

  1. Skala beachten

    Jeder Schmerz hat eine eigene, vom Patienten gewählte Skala: 0-10, Ja/Nein oder Leicht/Mittel/Stark. Werte verschiedener Skalen sind nicht direkt vergleichbar.

  2. Abdeckung prüfen

    „Tage dokumentiert“ zeigt, an wie vielen Tagen des Zeitraums Einträge vorliegen, etwa 93 / 93. Bei vielen Lücken sind Durchschnittswerte weniger aussagekräftig.

  3. Entwicklung einordnen

    Die Entwicklung vergleicht die zweite Hälfte des Zeitraums mit der ersten. Die Zahl der zugrunde liegenden Tage steht jeweils dabei.

  4. Auffälligkeiten als Hinweise lesen

    Gerechnet wird mit Abweichungen vom Mittelwert des jeweiligen Schmerzes; genannt werden nur deutliche Effekte mit genügend Einträgen. Das sind Zusammenhänge, keine Ursachen.

  5. Medikation ist Selbstauskunft

    Medikamente und Einnahmen trägt der Patient selbst ein. Namen sind Freitext, es gibt keinen Abgleich mit einer Arzneimitteldatenbank.

  6. Notizen und Tags nutzen

    Die Eintragstabelle nennt Umstände wie „habe schlecht geschlafen“ und freie Notizen - oft ein guter Einstieg ins Gespräch.

Wie die Daten entstehen

Alle Angaben sind Selbstauskünfte Ihres Patienten. SchmerzTrack misst nichts selbst und nutzt keine Sensoren.

  • Der Patient legt seine Schmerzen selbst an und wählt für jeden eine Skala.
  • Ein Eintrag enthält Intensität und Zeitpunkt, optional Schmerzart (etwa stechend, dumpf, brennend), Umstände, Körperstelle und eine Notiz.
  • Medikamente werden mit Dosis, Form und Rhythmus angelegt, Einnahmen einzeln protokolliert.
  • Ereignis-Marker halten Änderungen der Behandlung fest, etwa einen Medikamentenwechsel oder den Beginn einer Therapie.
  • Einträge lassen sich nachträglich ergänzen und bearbeiten.

Die Daten bleiben beim Patienten

SchmerzTrack speichert alle Gesundheitsdaten verschlüsselt auf dem Gerät des Patienten. Es gibt kein Konto und keinen Server mit Einträgen; auch wir als Anbieter sehen sie nicht. Ein optionales Backup auf dem iPhone liegt in der eigenen iCloud des Patienten. Den Bericht erstellt Ihr Patient selbst und entscheidet, mit wem er ihn teilt.

Was SchmerzTrack nicht ist

SchmerzTrack ist ein Tagebuch zur Selbstdokumentation und kein Medizinprodukt. Die App stellt keine Diagnosen, gibt keine Therapieempfehlungen und ersetzt nicht Ihre ärztliche Beurteilung. Der Bericht soll das Gespräch vorbereiten - die Einordnung bleibt bei Ihnen.

Für weitere Patientinnen und Patienten

Wer zwischen zwei Terminen regelmäßig dokumentiert, kommt mit konkreten Angaben statt mit Erinnerungen aus dem Gedächtnis. Wenn Sie Patienten mit wiederkehrenden oder chronischen Schmerzen eine strukturierte Dokumentation empfehlen möchten, können Sie auf SchmerzTrack verweisen.

Die App ist für iPhone und Android kostenlos. Der PDF-Bericht ist Teil von SchmerzTrack Pro (Abo oder Einmalkauf).

Beispielbericht

Ein vollständiger Bericht mit Beispieldaten aus drei Monaten - so sieht aus, was Sie von Ihrem Patienten bekommen.

Beispielbericht öffnen (PDF)

PDF, 33 Seiten - Beispieldaten, keine echten Patientendaten.