Ein Schmerzbericht für den Arzt als PDF fasst Wochen oder Monate deines Schmerztagebuchs auf wenigen Seiten zusammen. In SchmerzTrack heißt die Funktion Arztbericht. Du legst Schmerz, Zeitraum und Inhalt fest, SchmerzTrack berechnet Durchschnitt, Spanne und schmerzfreie Tage, zeichnet die Diagramme und gibt dir eine PDF-Datei zum Verschicken oder Ausdrucken.
In der Sprechstunde bleibt wenig Zeit. Hundert Einträge auf deinem Handy durchzuscrollen kostet deine Ärztin mehr Minuten, als der Termin hergibt. Eine Seite mit Kennzahlen und Verlaufskurve kann sie lesen, während du erzählst, und danach zur Akte nehmen.
Ein Muster mit Beispieldaten liegt als Beispielbericht (PDF) bereit. Der Arztbericht gehört zu SchmerzTrack Pro.
Die elf Abschnitte im Überblick
Unter „Inhalt“ tippst du an, was im Bericht stehen soll. Bis auf die Zusammenfassung entspricht jeder Abschnitt einer Ansicht, die du aus der App kennst.
| Abschnitt | Was im PDF steht |
|---|---|
| Zusammenfassung | dokumentierte Tage, Einträge, Ø Intensität, schmerzfreie Tage, Spanne, längste Serie |
| Diagramme | der Verlauf deiner Intensität als Grafik |
| Wochentrend | dieselben Zahlen wie die Karte Wochentrend |
| Medikamente | Medikationsliste, Einnahmeprotokoll, Zyklus-Kurve bei Dauermedikation |
| Ereignisse | deine Ereignisse im Zeitraum mit Vorher/Nachher-Vergleich |
| Auffälligkeiten | die stärksten Auslöser als Sätze |
| Körperkarte | Vorder- und Rückseite nach Häufigkeit eingefärbt, dazu die fünf häufigsten Stellen |
| Monatsberichte | die Monatszahlen aus der App |
| Meilensteine | deine erreichten Meilensteine |
| Aktivität | ein Raster mit einem Feld je Tag |
| Einträge | die einzelnen Einträge |
Sieben Abschnitte sind vorausgewählt: Zusammenfassung, Diagramme, Medikamente, Ereignisse, Auffälligkeiten, Körperkarte und Einträge. „Alles auswählen“ schaltet alle elf zu, „Standard“ holt die Vorauswahl zurück. Fehlen für einen Abschnitt auswertbare Daten, lässt SchmerzTrack ihn weg. Dein Bericht enthält also keine leeren Tabellen.
Die Zusammenfassung steht immer auf Seite 1. Sie vergleicht zusätzlich die zweite Hälfte des Zeitraums mit der ersten und nennt die Datenbasis dazu. Hast du mehrere Schmerzen ausgewählt, folgt eine Tabelle je Schmerz.
Im Abschnitt Medikamente findet deine Ärztin bei Dauermedikation die Zahl der Einnahmen, den mittleren Abstand und Verspätungen über 25 Prozent. Für Bedarfsmedikamente stehen die Einnahmen je Woche in einer Tabelle, dazu bis zu 40 Einnahmen mit Uhrzeit. Ereignisse und Auffälligkeiten stammen aus der Vorher/Nachher-Auswertung und der Auslöser-Analyse, die der Artikel über Ereignisse und Auslöser-Analyse erklärt. Die Auffälligkeiten tragen im PDF den Hinweis, dass sie Zusammenhänge beschreiben. Über Ursachen sagen sie nichts.
Schritt für Schritt zum PDF
- Bericht öffnen. Du hast drei Wege: den Knopf „Arztbericht“ oben im Tagebuch, den Block „Arztbericht“ unten auf der Seite Auswertung mit dem Knopf „PDF erstellen“ oder unter Mehr die Zeile „Arztbericht als PDF“. Alle drei führen zum Screen „Bericht exportieren“.
- Schmerz auswählen. Nimm einen einzelnen Schmerz oder „Alle Schmerzen“.
- Inhalt wählen. Tippe die Abschnitte an, die deine Ärztin braucht. Für einen ersten Termin reicht die Vorauswahl.
- Zeitraum festlegen. Zur Wahl stehen 1 Woche, 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr und „Alle“.
- „PDF erstellen & teilen“ tippen. Danach öffnet sich das Teilen-Menü deines Telefons. Von dort schickst du die Datei per Mail oder speicherst sie für den Ausdruck.
Für einen Folgetermin nimmst du die Stufe, die den Abstand zum letzten Besuch abdeckt. Bei einer Erstvorstellung in einer Schmerzambulanz zeigt „Alle“ deine ganze Aufzeichnung.
Zwei Details helfen beim Ausdrucken. Der Bericht bleibt hell, auch wenn du SchmerzTrack im Dunkelmodus nutzt. Und er erscheint in der Sprache, die du unter Mehr → Sprache eingestellt hast: Stellst du vor einem Arztbesuch im Ausland auf Englisch oder Spanisch um, bekommst du den Bericht in dieser Sprache. Ein QR-Code im PDF führt auf schmerztrack.app/app und von dort in den App Store oder zu Google Play.
Free und Pro
| Funktion | Free | Pro |
|---|---|---|
| Einträge, Notizen, Tags, Körperstellen erfassen | ja | ja |
| Ereignisse anlegen, Einnahmen protokollieren | ja | ja |
| Sichtbare Historie im Tagebuch | letzte 3 Monate | unbegrenzt |
| PDF-Arztbericht | nein | ja |
| CSV-Export | nein | ja |
| Monatsberichte, als Text teilbar | nein | ja |
Ohne Pro öffnen die drei Einstiege zum Arztbericht die Paywall. Alles, was später im Bericht steht, sammelst du in der Free-Version. SchmerzTrack löscht dabei nichts: Einträge, die älter als drei Monate sind, blendet das Tagebuch ohne Pro aus, nach dem Kauf stehen sie wieder da und kommen mit in den Bericht. Das Jahresabo beginnt mit einer Testphase von sieben Tagen, sofern du sie noch nicht genutzt hast.
CSV-Export für eigene Tabellen
Neben dem PDF enthält Pro den CSV-Export unter Mehr → Daten übertragen. Du wählst den Umfang: Einträge mit Uhrzeit, Intensität, Tags, Notiz und Körperstellen, Tageswerte mit Tagesmittel je Schmerz, Ereignisse oder Einnahmen. Für deutsches Excel nimmst du das Trennzeichen „Excel (Semikolon)“, dann stimmen auch die Dezimalkommas. „Standard (Komma)“ ist die Variante für Programme, die Kommas als Trennzeichen erwarten.
Den CSV-Export brauchst du, wenn du selbst rechnen willst oder eine Praxis die Rohdaten anfordert. Fürs Gespräch im Sprechzimmer taugt das PDF mehr. Einen einzelnen Monat kannst du außerdem als Text teilen, denn Monatsberichte lassen sich aus der App heraus verschicken.
Für wen sich der Arztbericht lohnt
- Bei Folgeterminen, wenn deine Ärztin wissen will, wie es seit dem letzten Besuch lief. Die Zusammenfassung beantwortet das mit Zahlen.
- Bei einer Erstvorstellung in einer Schmerzambulanz oder bei einer neuen Fachärztin, die deine Vorgeschichte noch nicht kennt.
- Nach einem Medikamentenwechsel, sofern du den Tag als Ereignis markiert hast. Der Abschnitt Ereignisse stellt dann die Wochen davor und danach gegenüber.
- Wenn du dich nicht ernst genommen fühlst. Belegte Tage und Werte geben dem Gespräch eine andere Grundlage, wie Wenn Schmerzen nicht ernst genommen werden beschreibt.
Trägst du auch an guten Tagen ein, bekommt die Zahl der schmerzfreien Tage Gewicht. Die Grundlagen dazu stehen in Schmerztagebuch richtig führen, die Vorbereitung des Termins in Arztgespräch bei Schmerzen vorbereiten.
Häufige Fragen
Kann ich den Arztbericht in SchmerzTrack ohne Pro erstellen? Nein, der PDF-Arztbericht gehört zu SchmerzTrack Pro. Deine Einträge sammelst du kostenlos, und nach dem Kauf erscheinen im Bericht auch Einträge, die älter als drei Monate sind.
Welche Angaben gehören in einen Schmerzbericht für den Arzt? Durchschnitt, Spanne und schmerzfreie Tage, dazu der Verlauf, deine Medikamente mit Einnahmen und Änderungen an der Behandlung. Die Vorauswahl im Arztbericht deckt diese Punkte ab.
Wie schicke ich den Bericht an meine Praxis? Nach „PDF erstellen & teilen“ öffnet sich das Teilen-Menü deines Telefons. Du verschickst die Datei per Mail oder speicherst sie und druckst sie aus. Frag in der Praxis, welchen Weg sie bevorzugt.
Sieht außer mir jemand meine Schmerzdaten? SchmerzTrack speichert deine Daten verschlüsselt auf deinem Gerät, ohne Konto und ohne eigenen Server. Den Bericht sieht nur, wem du die Datei schickst.
SchmerzTrack ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die App dient der persönlichen Dokumentation und Selbstbeobachtung.