Körperkarte in der Schmerz-App: Schmerzorte sehen mit SchmerzTrack

2026-10-03 Körperkarte Schmerztagebuch Schmerzlokalisation SchmerzTrack

Eine Körperkarte in der Schmerz-App beantwortet die Frage, mit der fast jedes Arztgespräch beginnt: Wo tut es weh? In SchmerzTrack markierst du die Stelle auf einer Figur, einmal als Vorgabe für jeden Schmerz und bei Bedarf abweichend in einem einzelnen Eintrag. Die Karte Körperkarte auf der Seite Auswertung färbt daraus deine Figur ein, nach Häufigkeit oder nach durchschnittlicher Intensität.

Stellen setzen kostet nichts, und die Karte der letzten 7 und 30 Tage ist frei. Pro öffnet die Zeiträume 90 Tage und Gesamt und druckt die Körperkarte in den PDF-Arztbericht.

Die Figur: rund 50 Stellen, vorne und hinten

Die Figur zeigt Vorne und Hinten mit rund 50 festen Regionen, von Stirn und Schläfe links über Nacken, Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule (unterer Rücken) bis zu Kniekehle und Ferse. Arme, Beine, Hüften und Schultern hat die App nach Seiten getrennt. „L" und „R" an der Figur bezeichnen deine eigene Körperseite. Halte dich an diese Buchstaben, wenn du auf die Vorderseite tippst, dann stimmt die Seite auch im Arztbericht.

Du wählst eine oder mehrere Stellen per Tipp auf die Figur. Alternativ öffnet Aus Liste wählen eine Liste, gegliedert nach Körperbereichen wie Kopf, Rücken, Becken und Hüfte oder Beine und Füße. Die Liste funktioniert auch mit VoiceOver und TalkBack.

Schritt für Schritt: die Stelle festlegen

Die Stelle hängt zuerst am Schmerz selbst. So richtest du sie ein:

  1. Öffne die Seite Mehr, tippe auf Schmerzen und dann auf deinen Schmerz. Für einen neuen Schmerz nimmst du Neue Schmerzdefinition anlegen.
  2. Tippe auf das Feld Körperstelle. Ohne Auswahl steht dort „keine Vorgabe".
  3. Markiere die Stellen auf der Figur und tippe auf Fertig.
  4. Beim ersten Setzen fragt die App: „Bisherige Einträge zuordnen?" Mit Zuordnen bekommen deine alten Einträge diese Stelle. Mit Nur neue Einträge bleibt die Körperkarte für die Vergangenheit leer.

Ab jetzt übernimmt jeder neue Eintrag eine Kopie dieser Vorgabe. Im Eintrags-Sheet steht sie als Zeile Stelle: mit den gewählten Regionen. Strahlt der Schmerz heute woanders hin, tippst du auf die Zeile und änderst die Auswahl nur für diesen Eintrag. Hat dein Schmerz keine Vorgabe, steht dort + Stelle hinzufügen. Im Tagebuch erscheinen die Stellen als Chips unter jedem Eintrag.

Legst du deinen ersten Schmerz im Onboarding über einen Vorschlag an, ist schon eine Stelle gesetzt: bei Kopfschmerz Stirn und Schläfen, bei Rückenschmerz die Lendenwirbelsäule, bei Nackenschmerz der Nacken. Du kannst sie jederzeit ändern.

Markiere lieber wenige Stellen als viele. Leuchten bei jedem Eintrag zehn Regionen auf, färbt sich die Figur gleichmäßig ein, und du erkennst kein Muster. Setze die Stelle, an der es am stärksten wehtut, und dazu die, in die es zieht.

Die Karte Körperkarte lesen

Auf der Seite Auswertung steht die Karte Körperkarte. Als Zeitraum wählst du -7T oder -30T frei, -90T und Gesamt gehören zu Pro. Dazu schaltest du zwischen zwei Ansichten um:

  • Häufigkeit zählt, wie oft eine Stelle in deinen Einträgen vorkommt.
  • Ø Intensität mittelt die Werte je Stelle. Die App macht dafür die drei Skalen vergleichbar, also 0 bis 10, Ja / Nein und Leicht / Mittel / Stark.

Ein Tipp auf eine Region öffnet ein Sheet mit der Zahl der Einträge, der Ø Intensität und dem häufigsten Schmerz an dieser Stelle. Eine Zeile auf der Karte nennt, wie viele deiner Einträge eine Körperstelle tragen. Einträge ohne Stelle fehlen in der Karte. Sitzen deine Beschwerden seit Monaten am selben Ort, lohnt sich deshalb das Zuordnen der alten Einträge.

Ein Beispiel: Angenommen, dein Rückenschmerz sitzt meist im unteren Rücken, an manchen Tagen zieht er ins Gesäß links. In der Ansicht Häufigkeit siehst du, wie oft das Gesäß betroffen war. In der Ansicht Ø Intensität siehst du, ob diese Tage die schlimmeren waren.

Führst du zwei oder mehr aktive Schmerzen, steht oben auf der Seite eine Schmerzauswahl. Wählst du dort einen einzelnen Schmerz, zeigt die Karte nur dessen Stellen. Du kannst die Karte in der Auswertung verschieben oder ausblenden. Das Info-Zeichen im Titel erklärt sie in wenigen Sätzen.

Die Körperkarte im Arztbericht

Im PDF-Arztbericht (Pro) ist der Abschnitt Körperkarte vorausgewählt. Er zeigt Vorder- und Rückseite nebeneinander, eingefärbt nach Häufigkeit, und darunter die fünf häufigsten Stellen mit Anteil und Ø Intensität. Den Zeitraum des Berichts wählst du selbst, von einer Woche bis zu einem Jahr oder alles. Wie ein Bericht aussieht, zeigt der Beispielbericht als PDF.

Willst du selbst rechnen, enthält der CSV-Export (Pro) bei den Einträgen eine Spalte body_regions.

Free oder Pro im Überblick

Funktion Free Pro
Körperstelle am Schmerz und im Eintrag ja ja
Körperkarte für 7 und 30 Tage ja ja
Körperkarte für 90 Tage und Gesamt nein ja
Körperkarte im PDF-Arztbericht nein ja
Spalte body_regions im CSV-Export nein ja
Aktive Schmerzdefinitionen 1 unbegrenzt

Die letzte Zeile zählt, wenn du zwei Beschwerden getrennt führen willst, etwa Knie und Rücken. Mit einer Definition markierst du beide Stellen am selben Schmerz.

Für wen sich die Körperkarte lohnt

Die Karte hilft dir, wenn der Schmerz nicht an einer Stelle bleibt: bei Rückenschmerz, der ins Bein zieht, bei mehreren betroffenen Gelenken oder bei Kopfschmerz, der mal links und mal rechts sitzt. Die Bedeutung des Schmerzorts und Worte für ausstrahlende Schmerzen findest du in Wo tut es weh? Schmerzorte festhalten und in Schmerzen beschreiben. Für den Rücken lohnt sich zusätzlich Schmerztagebuch bei Rückenschmerzen, für die Grundlagen Schmerztagebuch richtig führen.

Deine Körperstellen bleiben verschlüsselt auf deinem Gerät. Die abschaltbare Nutzungsstatistik enthält keine konkreten Körperstellen.

Häufige Fragen

Kann ich mehrere Schmerzstellen gleichzeitig markieren? Ja. Du tippst beliebig viele Regionen auf der Figur an, am Schmerz als Vorgabe und in jedem Eintrag. Die Körperkarte zählt jede markierte Stelle mit.

Ist die Körperkarte in SchmerzTrack kostenlos? Stellen setzen und die Karte für die letzten 7 und 30 Tage sind frei. Längere Zeiträume, der Abschnitt im PDF-Arztbericht und der CSV-Export gehören zu Pro.

Wie dokumentiere ich ausstrahlende Schmerzen? Markiere im Eintrag den Ursprung und die Stellen, in die es zieht, zum Beispiel Lendenwirbelsäule und Oberschenkel hinten links. Die Richtung hältst du in der Notiz fest.

Meint „L" auf der Figur meine linke Seite? Ja. „L" und „R" stehen für deine eigene Körperseite, aus deiner Sicht gesehen. Der Arztbericht verwendet dieselbe Regel.


SchmerzTrack ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Die App dient der persönlichen Dokumentation und Selbstbeobachtung.